Leicht-luftige Jazzklänge wehen den Besuchern zwischen Dom und Rathaus aus den verschiedensten Richtungen entgegen. Vom Hof zum Beispiel. Auf der Treppe vor der Bühne noch einen Sitzplatz zu bekommen: ein unmögliches Unterfangen. Vor den Stufen geraten viele Passanten in Stau und zäh fließenden Verkehr. Grund für den Andrang ist das «Coen vDer Maastrichter Pianist Coen von Dam startet gerade zum Solo durch, lässt seine Finger über die schwarz-weißen Tasten fliegen. «Yeah!», ruft ein Mittdreißiger, mit blauer Designerbrille und weißem Sakko, prädestiniert dafür im Lexikon sein Foto neben dem Eintrag «Der typische Jazzfan» abzudrucken. Nach dem Solo spendet das Publikum spontan tosenden Applaus. Generell scheint Jazz die verschiedenen Altersklassen gleichermaßen anzuziehen, dass beweißt das sehr gemischte Publikum.

Manche Zuhörer scheinen vom musikalischen Großaufgebot in der Innenstadt während ihrer Shoppingtour überrascht worden zu sein. Jetzt sitzen sie an den Außentischen der Gastronomie, die prall gefüllten Einkaufstüten neben den Stühlen, und gönnen sich Live-Jazz und Latte Macchiato. Auf der Bühne verabschiedet sich gerade das «Coen van Dam Quartett», nach langem Beifall leert sich der Hof zusehends.
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